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Mario Lutz

Mario Lutz

Grafik-Liebhaber
„Bis 1970 sind die Plakate für mich interessant. Danach wurden fast nur noch Fotos verwendet. Das nimmt ihnen den Reiz“, sagt Mario Lutz. Seit einigen Jahren sammelt er Filmplakate aus der Zeit vor 1970. Wie viel er bereits hat, kann er nicht genau sagen. Ein paar Hundert sind es schon, meint er. „Momentan sieht es ziemlich leer aus“, sagt der gebürtige Schweizer. Seine Sammlung möchte er mittels einer HNA-Kleinanzeige aufstocken. „Die Sammler echter Plakate werden immer weniger, genau wie die Kinos“, sagt er.


Sammler aus Leidenschaft
Einige Zeit betätigte er sich als Verkäufer und Käufer auf Internetplattformen. Aus einigen ersteigerten Kinoplakatsammlungen behielt er die zurück, die ihm am besten gefielen. Den Rest verkaufte er weiter. Je mehr er sich mit dem Thema beschäftige, umso größer wurde seine Sammelleidenschaft und die Kenntnis über Kinofilme. Er weiß genau, auf welchem Plakat die deutsche Schauspielerin Uschi Glas noch mit ihrem bürgerlichen Namen Ursula angekündigt wurde („Das Halbblut Apanatschi“, 1966) oder für welchen Film Rehe abgebildet wurden, natürlich im Arm der Hauptdarstellerin („Försterliesel“, 1956, aber auch ein französisches Plakat zu „Sissi“). Der 50-Jährige gibt sich dazu bescheiden: „Ich habe einen ganz guten Überblick über Filme ab den 1930-er- bis in die 1970-er-Jahre“, sagt er.


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Mario Lutz sucht Kinoplakate, Szenenfotos oder Porträts von Schauspielern, kurzum alles, was „schön, scheußlich oder sehr schräg“ und aus der Zeit vor 1970 ist . Unter die Rubrik „sehr schräg“ fällt beispielsweise ein Plakat seiner Sammlung zum Filmtitel „Ein Zombie hängt am Glockenseil“. Filme und Filmplakate seien auch immer ein Stück Zeitgeschichte, meint der Sammler.


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