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Freilichtbühne


Knapp zehn Fußminuten von Stadtzentrum und Fußgängerzone entfernt besitzt Witzenhausen einen Veranstaltungsort und ein Freizeitgelände mit Flair: Den Johannisberg, der sich bereits im 19. Jahrhundert als stadtnahes Ziel großer Beliebtheit erfreute und damals die Städter an Sonn- und Festtagen und zu besonderen Anlässen scharenweise anzog.

In und um das gleichnamige Ausflugslokal gab es regelmäßige Tanzabende, Konzerte, Sänger- und Vereinsfeste, einmal wurde dort sogar das Erntefest gefeiert, die Schützen hatten dort ihren Schießstand und der Turnverein hielt seine Übungsstunden ab.

Mit dem Ausgreifen der Bebauung fand sich der Johannisberg plötzlich inmitten des Stadtgebietes wieder und verlor etwas von seiner Faszination. Ende der 50er Jahre des 20.Jahrhunderts wollte man dies ändern und gestaltete den großen, zur Stadt gelegenen Platz um, schuf eine Naturbühne und eröffnete sie im Juli 1961 mit einem „Fest der 1000 Lichter“. Bis zum Sommer 1967 wurde die Anlage stetig erweitert und schließlich zu einer regelrechten Freilichtbühne mit fast 900 Sitzplätzen ausgebaut.

In dieser Zeit hatte die Bühne auch ihre besten Tage. Volksmusikabende wechselten mit Operettenaufführungen, Peter Amthauer spielte mit seiner beliebten Kapelle auf, Trachtentanzabende und bekannte Akteure wie das „Medium Terzett“ waren regelmäßige Gäste und sorgten für volle Zuschauerränge.

Der Zeitgeist wandelte sich und seit Mitte der 70er Jahre fiel das Areal in einen dauerhaften Dornröschenschlaf, der nur noch durch einige wenige Veranstaltungen kurzfristig unterbrochen wird. Dabei besitzt die Bühne eigentlich alle  Vorraussetzungen für eine dauerhafte Erfolgsgeschichte: Malerisch angelegte Sitzplatzreihen, einen romantisch in den Fels gehauenen Bühnenraum, die wunderschöne Umgebung und selbst Toiletten, Strom und Wasser sind ebenso vorhanden wie, wenn auch bescheidene, Umkleidemöglichkeiten.


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