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Felsenkeller am Johannisberg


Der – oder besser die – Felsenkeller am Johannisberg stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit einem ganz wichtigen Privileg der Witzenhäuser Bürgerschaft: Dem Braurecht, dass sich im 19. Jahrhundert 137 Familien teilten. Gebraut wurde damals vor allem dunkles, obergäriges und nur begrenzt haltbares Bier, das in der Regel nur kurze Zeit haltbar war. Es fehlte ein großer Eis- bzw. Felsenkeller, der es erlaubte, Bier in größeren Mengen und anderen Sorten ( Weißbier) herzustellen.

Diesem Manko wurde 1842 abgeholfen, als am Südabhang des Johannisbergs eine erster städtischer Felsenkeller angelegt wurde, dem im Jahr 1850 – wie es in der Akte heißt, „im Einverständniß mit den Brauberechtigten“ ein weiterer Keller folgte, der „…eine Länge von 391/2 Fuß, eine Breite von 18 Fuß und eine Höhen von 9 Fuß“ besaß.

Zusammen mit dem Braumeister Georg Thomas, der seine Privatbrauerei in Konkurrenz zum städtischen Brauhaus 1840 gegründet und kurz darauf Keller in die Felsen der Brückenberge ( neben dem heutigen Fußweg zum Nordbahnhof) getrieben hatte, gab es in Witzenhausen in der zweiten. Hälfte des 19. Jahrhunderts bald schon vier Felsenkeller in den denen der Gerstensaft lange haltbar gelagert werden konnte.


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