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Leiterhäuschen


Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut, befindet sich das Leiterhäuschen direkt gegenüber dem Chor der Liebfrauenkirche am Kirchplatz im Herzen Witzenhausens. Das zweigeschossige, längliche Fachwerkhaus schmiegt sich direkt an die Rückseite der Häuser der Marktgasse. Eine überdachte hölzerne Außentreppe mit Galerie führt zum Eingang im ersten Stockwerk, dessen Außenwand schon den Dachansatz darstellt. Nur ein Zwerchgiebel öffnet sich hin zur Kirche.

Auf dem südlichen Teil des früher von der Feuerwehr genutzten Gebäudes stand bis zu den 30er Jahren ein Turm, in dem die Schläuche aufgehangen wurden. Im Untergeschoss, das ursprünglich nur einen, an beiden Enden mit Toren verschlossenen, langen Raum aufwies, wurden die Leitern aufbewahrt, was dem Gebäude zu seinen Namen verhalf. Nach dem Auszug der Feuerwehr wurde es einige Jahre als Wohnhaus und Werkstatt genutzt.

Als der Orden sein voriges Heim, den Eiskeller am Johannisberg, verlassen musste, konnte der Verein Wandalen Witzenhausen e. V. 1976 das Leiterhäuschen zu günstigen Bedingungen kaufen. Seitdem wurde und wird das Ordensheim ständig weitgehend in Eigenleistung renoviert und den Bedürfnissen entsprechend umgebaut. So wurde unter anderem das Dachgeschoss ausgebaut und im Erdgeschoss gibt es nun ein Bad und einen Saal mit großem offenen Kamin. Die für den Erwerb aufgenommenen Kredite konnten schon vor einigen Jahren getilgt werden, was für eine Jugendgruppe, die sich fast nur mit Eigenmitteln finanziert, eine beachtliche Leistung ist.

Das Leiterhäuschen mit seinen Gruppenräumen im ersten Stock ist Treffpunkt für die Fähnlein des Ordens und nach über 25 Jahren aus dem Gruppenleben der Wandalen wohl kaum noch wegzudenken. Hier finden Gruppen- und Singeabende statt, im Saal des Erdgeschosses werden zum Beispiel Diavorträge über die Großfahrten gehalten, und natürlich gibt es hin und wieder eine zünftige Feier am Kaminfeuer mit Alt und Jung aus dem Orden.


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