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Persch’sches Haus


Seit Anfang August 1997 erstrahlte die Fachwerkzeile an der Nordseite der Ermschwerder Straße wieder in kompletten Glanz: Die langwierigen und aufwendigen Sanierungsarbeiten des am 30.März 1989 abgebrannten Hauses konnten erfolgreich beendet werden.

Im Zuge dieser Arbeiten wurde deutlich, dass dieses Haus bereits unmittelbar nach dem ersten großen Stadtbrand am 14.Oktober 1479 erbaut wurde und es damit zu den ältesten Häusern Witzenhausens gerechnet werden kann. Der Bauherr muss wohlhabend und einflussreich gewesen sein. Womöglich war es der Großvater eines gewissen Hans Volkmar, der 1588 als Eigentümer in den Steuerakten auftaucht und 1594/95 das Hinterhaus anbaute.

1745 wird als Inhaber des Anwesens Bäckermeister Johann Christian Schor genannt, Spross einer alten Witzenhäuser Ratsfamilie. Seinen heutigen Namen erhielt das Gebäude erst im 20.Jahrhundert: 1935 erwirbt Gustav Persch, von Beruf Bergmann und aus einer zugewanderten Hugenottenfamilie stammend das Haus und sattelt anschließend auf das Bäckerhandwerk um.

Nach der Grundsanierung wurde das Gebäude als Wohn-, Büro- und Gasthaus genutzt – ob allerdings letztere Nutzung auch in Zukunft noch Bestand hat, ist momentan recht ungewiss.


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